Mai 11

Ja, das ist schon blöd, wenn man einen etwas zu groß geratenen Screenshot veröffentlicht und die ganze Welt deshalb jetzt weiß, nach was man(n) zuletzt gegoogelt hat:

Bleibt nur noch die Frage zu klären, wer da - ich will es mal so ausdrücken - seinen Arsch von einem Teenager knutschen lassen wollte. Da wir Frau Klein und Frau Dietrich als Verdächtige wohl ausschließen können und auch keine Spürnase (!) genannt ist, bleiben eigentlich nur noch die beiden, äh, PI-Männer übrig.

Also, Stefan und gw - wer war’s?

Übrigens: Bearbeiten oder löschen wäre sinnlos - ich habe den ganzen Screeenshot natürlich gesichert. Man weiß ja nie.

Update: Ich habe inzwischen erfahren, dass bei Ass-to-mouth nicht der Hintern abgebusselt, sondern eine ganz, hm, spezielle, rein farblich auch ganz hervorragend zu PI passende Vorliebe befriedigt wird. Was tun sich da nur für Abgründe auf! Und was ist gegen ordnungsgemäß vollzogenen Missionarssex eigentlich einzuwenden? Sodom und Gomorrha!

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Vielen Dank an RM für den sachdienlichen Hinweis.

Mai 11

Zum Beispiel über israelische Journalisten:

Gideon Levy ist einer der ganz wenigen israelischen Journalisten, die regelmäßig in das Westjordanland fahren und über das Schicksal der Palästinenser in der liberalen Zeitung ‘Haaretz’ berichten. Sonntags trifft er sich mit seinem Fotografen Miki Kratsman, und sie fahren mit einem kleinen Rover über die Holperstrecken. Alle drei Wochen geht er kaputt. Sie haben ihn schussfest ausrüsten lassen, seit sie von der israelischen Armee beschossen wurden. Die beiden machen das schon 15 Jahre, sind aufeinander eingespielt. Gideon Levy hat sich den Ruf eines scharfen Kritikers, aber auch eines Nestbeschmutzers eingehandelt. Mittlerweile hat er sich eine dicke Haut angeschafft. Warum tut er das? ‘Sehen Sie hier irgendeinen anderen israelischen Journalisten’ - fragt er - ’so lange das so ist, werde ich weiter rüber fahren und berichten. Irgend jemand muss es machen, sonst erfährt doch niemand, was Besatzung heißt.’

Auch Yehuda Shaul ist ein Israeli, der mit der Besatzung nicht fertig wird. Er selber gibt zu, während seiner Soldatenzeit nicht zimperlich mit den Palästinensern umgegangen zu sein. Späte Reue hat dazu geführt, dass er nunmehr Gruppen nach Hebron führt, wo er einst Dienst tat. Von den jüdischen Siedlern muss er sich Beschimpfungen gefallen lassen. Aber auch er hat inzwischen ein dickes Fell. Was hat ihn zur Umkehr bewogen? ‘Es war der Wandel des Bewusstseins. Nicht mehr als professioneller Soldat zu denken, sondern als Zivilist. Dinge nicht von innen, sondern von außen zu sehen. Und von außen siehst du, dass hier etwas Verrücktes vor sich geht.’

Es spricht für Israel, dass es all diese selbstkritischen Stimmen gibt, die Empörung und Trauer über die Besatzung äußern. In den arabischen Nachbarstaaten wäre so etwas unmöglich. Und so sind es diese Stimmen, die in den Berichten zu Wort kommen.

Ah, verstehe! Das sind die falschen Israelis! Ziemlich eigenartige Denkweise von Leuten, die sich allen Ernstes als proisraelisch bezeichnen. Oder geht es etwa nur um den Begriff Besatzungsmacht? Was genau ist daran auszusetzen? Stimmt es etwa nicht, dass Israel seit über 40 Jahren das Westjordanland - und dazu auch noch völkerrechtswidrig - besetzt hält?

Also PI, worüber beschert ihr euch eigentlich? Ich bin ganz Ohr.

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Mai 11

Der regelmäßige PK-Leser wird sich angesichts des Beitragstitels sicherlich fragen, wo denn die 39 anderen PI-lügt-Beiträge abgeblieben sind? Nun, das ist leicht beantwortet: hier. Ich meine nämlich, dass PI kurz berichtigt mittlerweile eine unangemessene Verharmlosung dessen ist, was die PIdioten tatsächlich tun. Denn bei PI geht es schon lange nicht mehr um Missverständnisse, Fehlinterpretationen oder Irrtümer, denen man versehentlich aufgesessen ist, sondern nur um ganz gewöhnliche, pathologische Lügerei - und das soll in der geänderten Rubriküberschrift auch deutlich zum Ausdruck gebracht werden. Was mich dabei immer wieder erstaunt, ist die Tatsache, dass die manischen Fremdenhasser tatsächlich permanent die Unwahrheit schreiben können, ohne rot zu werden - wobei der PI-ler an sich schon aus ideologischen Gründen sowieso nicht rot (!), sondern eher braun anlaufen würde. Neuester Beleg für die chronische Abwesenheit der Wahrheit im Herre-Blog:

In Köln bezichtigt Bürgermeisterin Scho-Antwerpes die politische Konkurrenz des Antisemitismus, ohne dafür mehr Belege zu haben, als ein dumpfes Vorurteil.

Die politische Konkurrenz ist die vom Verfassungsschutz beobachtete rechtsextremistische Bürgerbewegung pro Köln (BpK). Schauen wir also mal ein bisschen genauer hin, als ich das hier bereits getan habe. Da wäre zum Beispiel Manfred Rouhs, Vorsitzender der BpK-Fraktion im Kölner Stadtrat. Die politische Karriere des 1965 in Krefeld geborenen Rouhs’ begann 1979 in der CDU (Schüler Union und Junge Union). Zwei Jahre später wechselte er zu den Jungen Nationaldemokraten, dem Jugendverband der NPD. 1985 war Rouhs Krefelder Direktkandidat der NPD für den Bundestag. Wiederum zwei Jahre später verließ er der NPD wieder, um mit dem heutigen BpK-Chef Markus Beisicht den nordrhein-westfälischen Landesverband der Republikaner aufzubauen. Für die wurde er im Oktober 1989 erstmals in den Rat der Stadt Köln gewählt. Nur einen Monat später kam es zum Zerwürfnis mit den Reps, die Rouhs deshalb aus sämtlichen Parteiämtern entfernte und ihn auch aus der Partei warf.

1991 schloss sich Rouhs der ebenfalls rechtsextremistischen Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH) an (wo er auch seinen Spezl Beisicht wieder traf). Im März 1993 setzten drei DLVH-Mitglieder ein Kopfgeld von 5000 Mark auf eine von Abschiebung bedrohte Roma-Frau aus, die versteckt in Köln lebte. Nachdem die DLVH ihren Parteistatus aufgegeben hatte, gründeten Rouhs, Beisicht, andere DLVH-Mitglieder sowie einige Ex-Republikaner die Bürgerbewegung pro Köln.

Allerdings ist diese ganz typische rechtsextremistische Politiker-Laufbahn noch nicht alles, was man Rouhs vorwerfen kann. Und damit meine ich jetzt nicht mal den dubiosen Verlag, der Rouhs gehört und dessen Programm jedem Neonazi debile Gesinnungsorgasmen beschert - nein, in der Zeitschrift Die Bauernschaft (herausgegeben vom ehemaligen SS-Offizier Thies Christophersen, der als Schöpfer des Begriffs Auschwitzlüge gilt) vertrat Rouhs schon 1987 die Ansicht, dass - Zitat -

im 3. Reich keine 6 Millionen Juden vergast oder sonst wie ermordet worden

seien. Rouhs bestritt zwar, dass der unter seinem Namen abgedruckte Leserbrief von ihm stammte und wehrte sich auch juristisch gegen diesen Vorwurf, doch das Kölner Landgericht folgte seinen

’substanzarmen’

Einlassungen nicht.

Beweise genug, PI? Das ist natürlich nur eine rhetorische Frage, denn es ist kaum zu erwarten, dass Herre und Konsorten überhaupt irgendeine Wahrheit anerkennen, die außerhalb ihrer kleinen rechtsradikalen Welt existiert. Stattdessen gibt man sich lieber immer noch alle Mühe - wenn auch völlig vergeblich - die eindeutige politische Ausrichtung des Blogs zu kaschieren:

Ein Medienjournalist macht sich gar die Mühe, tausende PI-Kommentare zu durchforsten, um Islamkritikern braunen Dreck ankleben zu können.

Für das Ankleben des braunen Dreck sorgt PI schon selbst. Und groß durchforsten muss man PI deshalb wirklich nicht. Dafür genügt die aufmerksame Lektüre eines einzigen Diskussionsthreads im PK-Forum. Wer die volle Dröhnung will, kann sich auch noch diesen Strang antun.

Ende der Durchsage.

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Mai 11

Gerade noch rechtzeitig zum Pfingstfest berichtet die Bild-Zeitung über eine sensationelle Entdeckung:

Man beachte auch die Bild-Komposition. Der dürre Text zur Meldung ist allerdings auch nicht wesentlich intelligenter:

An diesem Wochenende feiern wir Pfingsten! Am 50. Tag nach Ostern geschah einst das Wunder: der Heilige Geist, den Jesus versprochen hatte, erschien auf der Erde.

Oh Herr, schmeiß’ Hirn runter!

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Mai 11

Barack Obama hatte seinen Jeremiah Wright. Und John McCain? Der hat seinen John Hagee:

John Hagee, der gefährliche Verbündete: Der 68-Jährige ist Pastor der 19000 Mitglieder zählenden Cornerstone-Kirche im texanischen San Antonio, TV-Prediger und 2006 Mitbegründer des Verbandes ‘Christians United for Israel’ (Vereinigte Christen für Israel). Der Pastor gilt als Vordenker des ‘christlichen Zionismus’, der die Auffassung vertritt, die USA müssten den Staat Israel bedingungslos unterstützen. Denn Hagee und seine Anhänger glauben: Jesu Christi Wiederkunft hängt von der Existenz eines starken Israels ab.

Hagees ‘Christians United for Israel’ ist gegen israelisch-palästinensische Friedensverhandlungen mit dem Ziel einer Zwei-Staaten-Lösung. Begründung: Gott habe den Juden das ganze Israel gegeben. Hagee tritt zudem für einen Angriff auf den Iran ein, um das Atomprogramm des Landes zu zerstören, das Israel bedrohe.

Hagees Endzeit-Prophezeiungen sind verankert in Teilen des US-amerikanischen evangelikalen Protestantismus. Auch Ronald Reagan war angeblich der Ansicht, man lebe in der Endzeit. Im Oktober 2007 versicherte Hagee im Sender CNN, das Ende der Welt werde innerhalb der kommenden 20 Jahre stattfinden. Hagee hatte auch ein Endzeit-Szenario parat: Der damalige russische Präsident Wladimir Putin werde die „islamischen Nationen” gegen Israel zusammenbringen; und 200 Millionen chinesische Soldaten würden am Euphrat entlang nach Norden marschieren - zu dem in der Bibel prophezeiten großen Endkampf zwischen Gut und Böse in der „letzten Schlacht in der Ebene von Megiddo” in Israel. Eigentlich helfe nur eines: Alle Menschen auf der Erde müssten sich zu Jesus Christus bekehren.

Die US-Demokraten haben bereits die schönsten Hagee-Sprüche im Internet zusammengestellt. Genüsslich verweisen sie darauf, dass McCain mehrfach an Veranstaltungen von ‘Christians United for Israel’ teilgenommen hat.[…]

Selbst Welt-am-Sonntag-Kommentarchef Alan Posener findet deutliche Worte:

Auf YouTube kann man ein Video genießen, in dem John Hagee die Gestalt der ‘Großen Hure’ aus dem Buch der Offenbarung erläutert: hier ist es, und falls Sie es nicht geahnt haben: Die Große Hure ist die Römisch-Katholische Kirche, die seit Jahrhunderten das Blut der Juden trinke und die Hitler das Modell für den Holocaust geliefert habe.

Nun ist John Hagee nicht irgendein durchgeknallter Pastor, sondern Chef einer texanischen Megakirche mit 17000 aktiven Mitgliedern und eines Televangelisation -Netzwerks, das Millionen und Abermillionen Zuschauer weltweit erreicht.

Außerdem ist Hagee Gründer und Vorsitzender der Organisation ‘Christians United For Israel’.

In dieser Funktion lernte ich Hagee auf der AIPAC-Konferenz (American Israel Public Affairs Committee, PK) letztes Jahr kennen, wo er eine Rede gegen den Iran hielt, deren Rhetorik mich vage an Adolf Hitler erinnerte. Die Haltung der anwesenden AIPAC-Funktionäre war: Besser man hat so einen auf seiner Seite als gegen einen. Wahrscheinlich ist es so. Das denkt sich bestimmt Senator John McCain, dessen Kandidatur von Hagee unterstützt wird.

[…]

Übrigens ist Hagee der Meinung, dass der Hurrikan ‘Katrina’ Gottes Strafe war für eine geplante Homosexuellen-Parade in New Orleans.

Jeremiah Wright und John Hagee sind nur zwei Vertreter eines Christentums, das intolerant, paranoid, rassistisch, militant, buchgläubig und schlicht und einfach brandgefährlich ist. Sie sind nicht randständig, wie uns Vertreter des hiesigen Staatschristentums gern glauben machen wollen. Es gibt Tausende andere solche Prediger, und Millionen Menschen hören auf sie.

[…]

Man komme mir also nicht damit, dass wir atheistischen ‘Werterelativisten’ die westliche Zivilisation zerstören. Die westliche Zivilisation, die wir verteidigen, ist die Zivilisation, die das Christentum gezähmt hat, denn so wie Hagee heute predigte ein Luther (nur eben gegen die Juden statt für sie) vor 500 Jahren. Das Überleben der westlichen Zivilisation hängt vielmehr davon ab, dass Christen wie Hagee zurückgewiesen werden.

Nun könnte man ja denken: Gut, Hagee ist wirklich ein durchgeknallter Pastor, aber McCain will mit so einem bestimmt nichts zu tun haben. Falsch gedacht:

Noch Fragen?

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Vielen Dank an bigberta für den sachdienlichen Hinweis auf den Posener-Artikel.

Mai 11

Man stelle sich einmal dieses surreale Szenario vor:

Nach dem Motto ’sie sind gar nicht alle schlecht’, will Deutschland mit Hilfe rechtsextremistischer Polizisten die Neonazis bekämpfen und Vorurteile in der verängstigten Bevölkerung abbauen. Außerdem will man Rassisten dazu ermutigen, ebenfalls die Polizeilaufbahn einzuschlagen.

Eine wirksame vertrauensbildende Maßnahme zur Bekämpfung von ‘Vorurteilen’ wäre die konsequente Distanzierung von Verbrechen im Namen des Deutschtums, das Einstellen von Hasspredigten und die Achtung elementarer Menschenrechte. Aber das wäre wohl zu einfach - oder etwa undurchführbar? (Video: Braune Polizistenanwärter bei vertrauensbildenden Maßnahmen am 1. Mai in Hamburg)

Natürlich hinkt der Vergleich mit den muslimischen Polizisten in Schottland. Denn die müssen im Gegensatz zu Neonazis, Rechtsextremisten und politisch Inkorrekten (PI) gar nicht erst beweisen, dass sie tatsächlich an Freiheit, Demokratie und Menschenrechte glauben - wobei die rechten Dummköpfe daran auch in 1000 100 Jahren kein Interesse haben werden.

Das ist der Unterschied.

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Mai 11

Gerade einmal 16 beziehungsweise 17 Jahre alt waren die vier Neonazis, die am 6. Oktober 2006 ein überwiegend von Ausländern bewohntes Mietshaus in der mittelfränkischen Kleinstadt Bad Windsheim in Brand stecken wollten. Wegen versuchten Mordes in 42 Fällen und weil sie einen jüdischen Friedhof verwüstet hatten, wurde das Quartett nun vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu Jugendstrafen zwischen drei und fünf Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu:

Zur Katastrophe war es bei dem Anschlag auf das Mietshaus nur deshalb nicht gekommen, weil die Brandsätze entweder an der Hausfront abprallten oder sich nicht entzündeten. Die Richter waren sich aber sicher, dass die Jugendlichen ’so viele Menschen töten wollten wie möglich’.

[…]

Das Gericht ging allerdings bei allen Vieren von einer rechtsradikalen Gesinnung und Ausländerhass aus. In der Wohnung des Rädelsführers, der zu dem Mordanschlag aufgefordert und selbst den ersten Molotowcocktail geworfen hatte, fand die Polizei rechtsextremistisches Informationsmaterial.

Obwohl sie in verschiedenen Orten in Mittelfranken wohnten, trafen die Jugendlichen sich öfter auf einem Parkplatz in Neustadt an der Aisch. Dort heckten sie am 2. Oktober 2006 den nächtlichen Anschlag auf das Wohnhaus aus. Vier Tage später besorgten sie sich die Utensilien für mehr als ein halbes Dutzend Brandsätze. Die Flaschen fanden sie im Kurpark von Bad Windsheim. Das Haus in der Stettiner Straße, zu dem sie sich mit einem Taxi kutschieren ließen, hatten sie wegen der vielen fremdländisch klingenden Namen an den Klingelschildern als passendes Objekt ausgemacht.

[…]

Die erste mit Benzin gefüllte Flasche erzeugte zwar eine hohe Stichflamme. Sie war aber an einem Fenster abgeprallt und hinterließ nur einen Rußfleck auf der Fassade. Der Inhalt des zweiten Wurfgeschosses entzündete sich erst gar nicht. Der dritte Täter ließ seinen Molotowcocktail fallen und lief vom Haus weg. Schließlich flüchteten die drei jungen Männer und das Mädchen, das Schmiere gestanden hatte.

Die Verteidiger plädierten lediglich auf versuchte schwere Brandstiftung. Das Gericht war jedoch anderer Meinung. Die Jugendlichen hätten den Hausbewohnern keineswegs nur einen Schrecken einjagen wollen, wie sie behaupteten. Es sei vielmehr erwiesen, dass alle Vier am 6. Oktober den Vorsatz hatten, aus Hass Menschen töten zu wollen. Immerhin hatte der Anführer der Neonazitruppe seine Gefolgsleute unmittelbar vor der Attacke vom Gerüst eines Kinderspielplatzes mit einer markigen Rede nochmals auf die Tat eingeschworen.

Die Gefahr, die von gewaltbereiten Neonazis ausgeht, bekamen vor ein paar Tagen auch zwei junge linke Aktivisten am eigenen Leib zu spüren. Der Kölner Stadtanzeiger berichtet:

Zu einem Angriff einer Gruppe von Neonazis auf zwei 15 und 16 Jahre alte linke Aktivisten soll es in der Nacht zum Montag in Esch gekommen sein. Gegen drei Uhr seien sie in der Chorbuschstraße von etwa zehn Personen angegriffen worden, die den rechtsextremistischen ‘Autonomen Nationalisten’ zuzuordnen seien, sagten die Jugendlichen bei der Polizei aus. Bei dem anschließenden Handgemenge seien sie mit Pfefferspray, Schlägen und Tritten niedergestreckt worden. Als zwei Passanten hinzukamen, seien die Rechtsradikalen verschwunden. Der Staatsschutz der Kölner Polizei ist in die Ermittlungen eingeschaltet worden.

Höchste Zeit, dass gegen politisch motivierte Gewaltverbrecher schon im Vorfeld ihrer Taten entschiedener vorgegangen wird, als das bisher der Fall zu sein scheint. Ganz gleich, ob es sich dabei um rechte oder linke Schwachköpfe handelt.

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Mai 10

Er hat 32 von 49 Vorwahlen für sich entschieden, liegt sowohl bei den Delegierten- als auch bei der absoluten Zahl der abgegebenen Wählerstimmen deutlich vorne und zieht einen Super-Delegierten nach dem anderen auf seine Seite: Am Sieg Barack Obamas im Duell der beiden verbliebenen demokratischen Präsidentschaftsbewerber gibt es eigentlich keinen Zweifel mehr. Hillary Clinton könnte nur noch dann gewinnen, wenn sie die restlichen Primaries im Verhältnis 70 zu 30 für sich entscheidet. Obama würden 35 Prozent im Schnitt reichen, um über Clinton zu triumphieren. Aber rechnen wir doch einfach mal ein bisschen genauer nach, denn die amerikanische Vorwahlarithmetik ist trotzdem nicht ganz so einfach, wie sie auf den ersten Blick aussieht.

Obama hat 1860 Delegiertenstimmen (einschließlich 268 Super-Delegierte, die sich frei für einen der beiden Kandidaten entscheiden können) auf seinem Konto, Clinton 1696 (272 Super-Delegierte). Bei den verbleibenden sechs Vorwahlen - West Virginia (13. Mai), Kentucky (20. Mai), Oregon (20. Mai), Montana (3. Juni) und South Dakota (3. Juni) - werden noch 474 Delegierte vergeben, davon sind rund 200 einfache Delegierte, die an das Wählervotum gebunden sind. Um nominiert zu werden, benötigen Obama und Clinton mindestens 2025 Stimmen. Das bedeutet: Obama braucht noch 165 Delegiertenstimmen, Clinton 329 - also fast doppelt so viele.

Im Moment deutet wirklich gar nichts darauf hin, dass Clinton bei den ausstehenden Vorwahlen auch nur annähernd in die Nähe von 70 Prozent kommt. Keinen einzigen ihrer Siege hat sie mit einem solchen Ergebnis gewonnen. Obama dagegen wird die benötigten 35 Prozent wohl eher spielend erreichen. Clintons einzige Hoffnung sind also die insgesant knapp 800 Super-Delegierten. Doch auch da gilt: The trend is your friend. Und der spricht genauso eindeutig gegen Clinton, denn allein in dieser Woche sind rund 10 dieser einflussreichen Parteifrauen und -männer offiziell vom Clinton ins Obama-Lager gewechselt, so dass in dieser Hinsicht fast ein Patt entstanden ist. Retten könnte Clinton nur ein Obama-Skandal monströsen Ausmaßes, der die Super-Delegierten des Senators aus Illinois in Scharen zur ehemaligen First Lady treiben würde. Davon ist allerdings kaum auszugehen, zumal die Chancen der Demokraten gegen John McCain dadurch drastisch sinken würden. Das liegt nicht nur daran, dass Obama viele republikanische Wählerstimmen erhalten würde, sondern schlicht und einfach an der 90-Prozent-Unterstützung durch die schwarzen Wähler, auf die sich Obama bei den bisherigen Vorwahlen verlassen konnte. Würden sich plötzlich viele Super-Delegierte gegen den ersten afroamerikanischen Präsidentschaftskandidaten entscheiden, blieben die Obama-Wähler der Wahl im November mehrheitlich wohl fern - mit entsprechend fatalen Konsequenzen für eine Kandidatin Clinton.

Hillary Clinton hat übrigens noch ein weiteres Problem: Ihr geht das Geld aus. Sie verfügt nicht mehr über die finanziellen Mittel, um ihren Wahlkampf noch einmal zu pushen. Mehrfach musste sie schon ihr privates Vermögen angreifen, um alle Rechnungen bezahlen zu können. Im Vergleich dazu schwimmt Obama förmlich im Geld.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Der Weg ins Weiße Haus führt so oder so nur über Barack Obama. Dazu bedarf es weder einer angeblichen Medienkampagne, noch irgendwelcher wirrer Analysen.

Korrektur: Hillary Clinton hat tatsächlich in einem einzigen Staat 70 Prozent geholt, nämlich in Arkansas, neben New York einer ihrer beiden home states. An der Ausgangslage ändert das aber nichts (danke an SD für den sachdienlichen Hinweis).

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Mai 10

Preisfrage: Wer ist hier der islamophobe Hysteriker? Kleiner Tipp:

Er ist nicht auf den Bildern zu sehen.

O-Ton Daniel Haw:

Humor ist das große Korrektiv der menschlichen Gesellschaft. Er schafft die notwendige Distanz, um die Dinge aus einer angemessenen Perspektive betrachten zu können. Wo der Humor fehlt, fehlt auch die Menschlichkeit.

Da hat er zweifellos Recht, der gute Daniel. Hoffen wir also, dass Vierbeiner Moishe und sein Erschaffer eines Tages doch noch mal etwas Lustiges zustande bringen.

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Mai 10

Auch wenn man diesen Beitrag der Pseudo-Israel’freunde’ (PI) mehrmals liest, wird einem nicht wirklich klar, was PI - ich tippe mal auf die neidgenössische Gesinnungsevangelikalin Christine Dietrich - dem Autor des Artikels in der Neuen Luzerner Zeitung eigentlich vorwirft, denn Werner P. Wyler beschreibt darin nur den Ist-Zustand eines Staates, der sich seit 60 Jahren im Grunde genommen permanent im Krieg befindet. Dass es PI nicht in den Kram passt, wenn ein Schweizer, der in Israel lebt und arbeitet, ein nicht ganz so rosarotes Bild von der Realität im Land zeichnet, wie das im Herre-Blog wider besseren Wissens ständig der Fall ist, liegt natürlich auf der Hand. Aber muss man nach viel wirrem Geschwafel am Ende trotzdem wieder so dreist die Fakten verdrehen?


Während die Orthodoxen sowie rechtsnationalistische Kreise keinen Millimeter Jerusalems an die Palästinenser abtreten wollen, zeigt sich die andere Seite kompromissbereit für eine Teilung der Stadt: Auch dieser Konflikt ist momentan ein zu schwerer Brocken bei der Friedenssuche.

Ach daher drückt der Schuh. Da träumt wohl jemand von einem ‘friedlich-palästinensischen’ Jerusalem. Warum sollten die Juden auch zur Klagemauer dürfen? Ist ja bloß das wichtigste Heiligtum für die Juden auf der ganzen Welt. Das wäre, wie man den Muslimen den Zutritt nach Mekka Verwehren oder Befehlen würde, kein Katholik dürfe je mehr in der Nähe des Vatikans gesehen werden.

Die palästinensische Position ist indessen unmissverständlich. Der Tempelberg soll von allem jüdischen gesäubert, alle Zeugen von Jahrtausenden israelischer Vergangenheit vollständig vernichtet oder in etwas Muslimisches umgewandelt werden. Dazu gehört auch der Tempelberg, der fortan für alle Zeiten nur noch islamische Stätte sein soll. Der Klagemauer wird dann weder ein Jude noch ein Christ mehr nähern können, weil sie zum Teil der Al-Aqsa-Moschee wird. Aus dem Munde des politisch-korrekten Journalisten wäre dieser Zustand offenbar keine Katastrophe sondern ein Wunder:

Dennoch: Die Sehnsucht nach Frieden, oder zumindest Ruhe, ist greifbar. Und vielleicht wird sie einmal sogar Realität, bei der 100-Jahr-Feier etwa? Wer in Israel nämlich nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist. Und Wunder dauern bekanntlich etwas länger.

Richtig ist: Hamas und Fatah beanspruchen ganz Jerusalem als Hauptstadt eines unabhängigen Palästinenserstaats. Fakt ist aber auch, dass beide Organisationen sehr genau wissen, dass das eine unrealistische und deshalb auch nicht durchsetzbare Maximalforderung ist. In Friedensverhandlungen geht es deshalb meist nur um den Status von Ost-Jerusalem. Und genau da wird die Sache etwas kompliziert.

Israel versteht unter Ost-Jerusalem nämlich nicht nur den Ostteil der für Christen, Juden und Muslime heiligen Stadt, sondern auch Teile des Westjordanlands, die Israel zum Jerusalemer Stadtgebiet erklärt hat. Die 1980 per Gesetz vollzogene völkerrechtswidrige Annektion von Ost-Jerusalem und der angrenzenden Gebiete wird von der internationalen Staatengemeinschaft nicht anerkannt. Die Vereinten Nationen haben das Gesetz in der Resolution Nr. 478 ebenfalls für ungültig erklärt. An der offiziellen Linie der israelischen Politik hat das allerdings nichts geändert. Israel besteht nach wie vor auf seiner eigenen Maximalposition.

Bis zum Sechs-Tage-Krieg 1967 war der Ostteil Jerusalems überwiegend von palästinensischen Arabern bewohnt. Heute sind sie dort quasi Gefangene in der eigenen Stadt. Als Ständige Einwohner dürfen sie sich theoretisch zwar in ganz Israel frei bewegen, aber wenn sie die Stadt verlassen, dürfen sie dorthin nicht wieder zurückkehren. Während Israel in ganz Ost-Jerusalem im Widerspruch zu internationalem Recht fleißig Siedlungen bauen lässt, wird den Arabern dieses Recht weitgehend verwehrt. Verwandte, die außerhalb Ost-Jerusalems leben, dürfen sich dort nicht niederlassen. Besuche sind meist nur auf dem Papier möglich, weil das israelische Innenministerium die zu stellenden Anträge oft ohne jede nachvollziehbare Begründung ablehnt.

Von all diesen Hintergründen erfährt man bei PI selbstverständlich gar nichts. Das entspricht jedoch nur der gängigen Verdrängungs- und Verdrehungspraxis der islamophoben Realitätsverweigerer: Es wird schon niemand genau hinschauen.

Pech gehabt.

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Mai 10

Dann müssen wir auch sowas nicht mehr lesen.

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Mai 10

Ein Fundstück der eher anrüchigen Art:

Fundort laut steinbergrecherche.com:

Sticker, abgepult vom Händetrockner im Herrenklo des Rosenhofs am Rosenplatz in Osnabrück am 30. April 2008.

Endlich sind die pullernden Inkontinenzler (PI) also dort angekommen, wo sie zweifellos sowieso schon lange hingehören - auf dem Sch…haus. Übrigens: Wer sieht den Fehler auf dem Foto? Na? Na?

Na!

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Mai 10

Vor drei Jahren haben Forscher der Universität Südkalifornien herausgefunden, dass zwanghafte Lügner

eine andere Hirnstruktur als normale Menschen

haben. Sie besitzen im Durchschnitt etwa 25 Prozent mehr weiße Hirnmasse als Menschen, die es mit der Wahrheit ziemlich genau nehmen. Dafür fehlt den gewohnheitsmäßigen Märchenerzählern im Vergleich gut 14 Prozent an grauer Hirnmasse. Graue Zellen sind im Gehirn für die Informationsverarbeitung zuständig, weiße für die Übermittlung der Information.

Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse vorangestellt, kommt man nicht umhin, Pathological Incorrect (PI) einen besonders hohen Überschuss an weißen Gehirnzellen zu bescheinigen. Denn wer glaubt, auf den Artikel von Stefan Niggemeier in der Zeit (siehe auch hier) mit verbalem Dünnpfiff antworten zu können, bei dem muss im Oberstübchen ziemlich viel durcheinander geraten sein:

Qualiätsjournalist Stefan Niggemeier, der wegen ‘anscheinend wirklich diffamierender Äußerungen’ (SpOn) in seinem Kommentarbereich vom Landgericht Hamburg verurteilt wurde, darf im Qualitätsmedium ZEIT gegen PI hetzen.

Erstens ist das Urteil nicht rechtskräftig, und zweitens verdreht PI hier wie üblich die Fakten, die sowohl in dem verlinkten SPIEGEL-ONLINE-Artikel

Niggemeier entfernte diesen Kommentar ohne Aufforderung umgehend, als er ihn entdeckte.

als auch im Niggemeier-Blog selbst nachzulesen sind:

Dass dieser Kommentar unzulässig war, ist unstrittig. Die juristische Auseinandersetzung dreht sich im Kern darum, ob ich meinen Pflichten als Verantwortlicher dieser Seiten nachgekommen bin. Der Kommentar wurde in der Nacht zum Sonntag um 3.37 Uhr abgegeben. Ich habe ihn […] sofort und unaufgefordert gelöscht, als ich ihn gesehen habe, das war am Sonntagmorgen um 11.06 Uhr.

Hervorhebung von mir, PK

Unverkennbar ist auch hier wieder die wachsende Hilflosigkeit der Mainstream-Medien bei dem Versuch, die steigende Popularität von PI einzudämmen.

Steigende Popularität? Tatsache ist, dass PI in den letzten Monaten nach einem Hoch zu Beginn des Jahres einen regelrechten Einbruch bei den Besuchern hinnehmen musste. Leider lässt sich das wegen der inzwischen fast schon regelmäßig auftretenden technischen Störungen im Herre-Blog nicht mehr ohne weiteres nachweisen. Alle Besucherstatistiken, die vor dem 7. Mai 2008 aufgezeichnet wurden, sind zumindest online nicht mehr verfügbar. Allerdings entsprechen die aktuellen Zahlen mit einem Schnitt von etwa 20000 Lesern pro Tag in etwa dem, was PI auch sonst an normalen Tagen zu verzeichnen hat. Gegenüber dem Jahresbeginn sind das rund ein Drittel weniger Besucher. Von steigender Popularität kann also überhaupt nicht die Rede sein. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Von der drastischen Lüge angeblicher Mordfantasien abgesehen, wo ist das Problem?

Das Problem ist die in der Tat drastische Lüge von der angeblichen drastischen Lüge Niggemeiers. Dafür, dass der mehrfach für seine Arbeit ausgezeichnete Journalist eben nicht die Unwahrheit geschrieben hat, gibt es auch hier im Blog und im Diskussionsforum unzählige Beispiele. Und die wurden und werden nur in ganz wenigen Ausnahmefällen von PI beanstandet. Löschungen sind noch seltener. Das und nichts anderes ist die PI-Realität.

Das Internet ist nur eine neue Kommunikationsform. Die Linken haben ihre Netzwerke. Wird dort anders diskutiert als z.B. bei PI?

Was ist das nur für eine Logik? Nur weil andere auch nicht zu einer sachlichen und konstruktiven Ausienandersetzung mit existierenden Problemen in der Lage sind, rechtfertigt das doch noch lange nicht die eigene Unfähigkeit. Wer sich von anderen positiv abheben will, muss zu allerst einmal für kommunikative Hygiene im eigenen (Sau)stall sorgen. Davon ist PI jedoch weiter denn je entfernt. Die fortschreitende - auch redaktionelle - Rechtsradikalisierung hat dort mittlerweile ein so erbärmliches Niveau erreicht, dass einem für die Beschreibung des Ist-Zustandes kaum noch die passenden Worte einfallen.

Und was die Kommentare betrifft: In der Tat. Da sind viele, die es dort nicht geben dürfte. […] Wenn man die Kommentare auf PI kritisiert, und das aus guten Gründen, so ist man nur dann glaubwürdig, wenn man die Verhältnismäßigkeit wahrt. […] Wer diese anderen Meinungen für ein wichtigeres, kritikwürdigeres Thema hält, als die unsäglich grausamen Verbrechen, wie sie leider Bestandteil der islamischen Kultur und teilweise gedeckt durch islamische Rechtsauffassung sind, wer hier die Priorität setzt, dass Kritik an diesen Verbrechen schlimmer sein soll, als diese Verbrechen selbst, stellt sich selbst ein moralisch äußerst negatives Zeugnis aus.

Kruder geht es kaum noch. Motto: Es ist ja für eine gute Sache. Da darf man ruhig und ganz offen fremdenfeindlich, rassistisch, antisemitisch und neonazistisch über die Stränge schlagen.

Seit einiger Zeit werden die meisten Artikel von PI anonym verfasst, ein Impressum gibt es nicht, die Seite ist ins ferne Ausland gerückt, wo sie für keine Lüge und keine Persönlichkeitsrechtsverletzung belangt werden kann.Das war durchaus nicht immer so. Da es aber zur linken wie zur islamischen Diskussionskultur gehört, unter allgemeinem Applaus politisch Andersdenkende zu diffamieren, zu beleidigen, zu denunzieren und zu bedrohen, blieb dem PI-Team keine andere Wahl, als den Blog ins Ausland abzugeben, wo er nun anonym betrieben wird. Denn wer die oben genannten Verbrechen konsequent und ohne ideologische Scheuklappen ablehnt, wird zwangsläufig zum Opfer politischer Verfolgung. Anstatt diesen unerträglichen Missstand anzuprangern, wird der lebenswichtige Selbstschutz kritisiert.

Das ist nun wirklich der Gipfel der unverfrorenen brechreizerregenden Selbstbeweihräucherung. Stefan Herre ist mit seinem Blog aus einem einzigen Grund ins Ausland geflüchtet: Er wollte sich dem Zugriff der deutschen Justiz entziehen. Das hat nicht im mindestens etwas mit politischer Verfolgung zu tun, dafür aber viel mehr mit jämmerlicher Feigheit. Beleidigungen, Diffamierungen, Bedrohungen (auch der ganz massiven Art) und Denunzierungsversuche gehören im übrigen auch zum täglich Brot von POLITISCH KORREKT. Trotzdem - oder besser gesagt: gerade deshalb - gibt es keinerlei Überlegungen, das Blog auf irgendeine Art und Weise zu anonymisieren. Es kann und soll jeder wissen, wer hinter POLITISCH KORREKT steht. Und daran wird sich nicht das Geringste ändern.

PI hatte und hat also nach wie vor selbstverständlich eine Wahl. Doch dazu fehlt dem Verantwortlichen aber schlicht und einfach der Mumm. So einfach ist das.

#1 Fentanyl (09. Mai 2008 16:42)

Ich bin froh über jeden, der sich nicht von Niggemeier, Näher & Co. diffamieren und einschüchtern lässt. […] Zumindest Näher ist mittlerweile so schlau nichtmehr PI selber, sondern nur noch die User als Nazis darzustellen.

Falsch. Was auch in den Blog-Beiträgen selbst zum Teil an rassistischen, ausländer- und islamfeindlichen Ressentiments propagiert wird, ist in Inhalt und Form keinen Deut besser als das, was man auf jeder x-beliebigen Neonazi-Website vorgesetzt bekommt. Der Unterschied besteht eigentlich nur noch darin, dass die bekennenden Brownies erst gar nicht den absurden Versuch unternehmen, aus ihrer Gesinnung einen Hehl zu machen.

#3 Paula (09. Mai 2008 16:44)

[…]

Nebenbei: ich kenne kein einziges Blog oder Forum, wo so wenig zensiert wird und es trotzdem so zivilisiert zugeht wie hier.

Unzensiert und zivilisiert? Selten so gelacht. Dabei wird doch schon in der Policy auf die PI-Zensur hingewiesen. Und wie ich bereits weiter oben schrieb: Zivilisiert sieht dann doch ganz anders aus.

#4 neon-core (09. Mai 2008 16:45)

Die Mordfantasien sind leider keine Lüge sondern inzwischen gut dokumentierte Tatsache. Hier wurde schon an vielen Stellen (ungelöscht) über das Aufschlitzen, Verbrennen, usw von Muslimen diskutiert. Nicht umsonst laufen momentan ein knappes dutzend an Strafverfahren gegen PI, welche wohl aber durch das Abziehen ins Ausland auslaufen werden.

Mal schauen.

Anmerkung von PI: […] Von derzeit laufenden Strafverfahren ist beim PI-Team nichts bekannt. Sollten Sie dazu neigen, derartige Gerüchte zu erfinden, seien Sie vor den juristischen Konsequenzen gewarnt.

(Hervorhebung durch mich, PK)

Und wer genau soll dann klagen oder Anzeige erstatten? Etwa der ominöse westliche Nicht-EU-Ausländer, dem PI angeblich gehören soll? gw vielleicht, der, äh, soviel Wert auf seine Privatsphäre legt? Oder irgendeiner der anderen Undercover-Autoren? Wertes PI-Team: Macht euch durch haltlose Einschüchterungsversuche und leere Drohungen bitte nicht noch lächerlicher. Selbst mein gut trainiertes Zwerchfell ist nicht unendlich belastbar.

#12 youarethehammer (09. Mai 2008 16:59)

gelöscht
Nicht umsonst laufen momentan ein knappes dutzend an Strafverfahren gegen PI, welche wohl aber durch das Abziehen ins Ausland auslaufen werden.
Absoluter Schwachsinn, der von pk verbreitet wird.

Erstens habe ich etwas derartiges nie behauptet, und zweitens habe ich über den Ausgang der mir bekannten vier (!) strafrechtlichen Ermittlungsverfahren gegen PI hier berichtet.

#25 Paula (09. Mai 2008 17:12)

# youarethehammer

Komisch, ich habe hier noch NIE was über ‘Aufschlitzen von Moslems’ oder etwas in diesem Stil etc. gelesen.

Komisch, ich schon. Richtig geil wird das Ganze aber erst dadurch:

#62 Teddy Mohammed (09. Mai 2008 18:36)

Ich lese PI schon lange und habe im Kommentarbereich weder was von Luegen noch was von Mordphanatsien was gelesen.

Spontane Amnesie?

#31 Paula (09. Mai 2008 17:28)

Also lieber Herr youarethehammer,

Sie beleidigen meine Intelligenz. Ich habe nämlich gerade Ihren Rat befolgt und die Begriffe bei google eingeworfen, und was kommt dabei heraus? Keine Original-Seiten, sondern das ‘politischkorrekt’-Forum und Niggemeier-Seiten (beides bekanntlich Erzfeinde von PI, die keine Gelegenheit auslassen, PI ans Bein zu kacken, zu diffamieren und rechtlich den Garaus zu machen, um das mal salopp auszudrücken).

Ich bleibe dabei: ich habe hier noch keine Gewaltphantasien gegen Moslems gelesen, und das würde hier auch nicht geduldet. Ihre Strategie hier ist wirklich ziemlich durchsichtig.

Wie kann man nur so stockblind sein?

Wieviele solcher Beispiele Paula wohl benötigt, um ihre galoppierende Leseschwäche zu überwinden?

#42 willow (09. Mai 2008 17:50)

Ich denke mal, bezüglich Dreck werfen nehmen sich Niggemeier und PI nichts. Beide werfen ordentlich mit Dreck.

Nun, auch wenn das so wäre - PI stellt sich immerhin einer offenen Diskussion. Oder habt ihr bei den ‘guten’ Bloggern jemals erlebt, daß abweichende Meinungen nicht zensiert werden? Hier darf selbst ‘einer mit Hammer’ kommentieren, zumindestes solange er halbwegs die Form wahrt…

Jetzt nicht mehr

Wie war das noch gleich?

#3 Paula (09. Mai 2008 16:44)

[…]

Nebenbei: ich kenne kein einziges Blog oder Forum, wo so wenig zensiert wird […]

Und der Umgang mit youarethehammer ist absolut charakteristisch für die PI-Definition des Begriffes Meinungsfreiheit.

Sonst noch irgendwelche Fragen offen?

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Mai 09

Brandenburg: 27
Nordrhein-Westfalen: 19
Schleswig-Holstein: 17
Sachsen: 11
Berlin: 10
Mecklenburg-Vorpommern: 10
Baden-Württemberg: 8
Thüringen: 7
Bayern: 6
Niedersachsen: 6
Sachsen-Anhalt: 6
Hessen: 4
Rheinland-Pfalz: 3
Saarland: 2
Bremen: 0
Hamburg: 0

136.

136 rechtsextremistisch motivierte Tötungsdelikte in Deutschland zwischen 1990 und 2005. Das ist die beschämende Topographie des Terrors. Rein statistisch betrachtet sterben bei uns jedes Jahr neun Menschen durch rechte Gewalttäter.

Offizielle Zahlen, wieviele Opfer diese Gewalt überleben, gibt es keine. Aber sie werden nicht weniger erschreckend sein.

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Vielen Dank für die zahlreichen sachdienlichen Hinweise.

Mai 09

Die Bürgerbewegung Pro Köln wird auch im aktuellen Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen (Seite 41 ff.) nach wie vor und völlig zurecht als rechtsextremistische Organisation eingestuft. Nun bedeutet rechtsextremistisch aber nicht automatisch neonazistisch. Allerdings - und daran gibt es keinerlei Zweifel - pflegt Pro Köln offensichtlich ganz hervorragende Kontakte zur Neonazi-Szene (siehe auch Seite 42 des Verfassungsschutzberichtes) - was angesichts der einschlägigen politischen Lebensläufe eines Markus Beisicht (Pro-Köln-Chef) oder auch eines Manfred Rouhs (Vorsitzender der Pro-Köln-Fraktion im Rat der Domstadt) jedoch alles andere als überraschend ist. Und wenn man dann noch weiß, dass Rechtsanwalt Beisicht auch die üblichen Verdächtigen aus der Antisemiten-Szene verteidigt, wird einem ganz schnell klar, was man von den pöbelnd irrwitzigen (PI) Behauptungen dieses Beitrags zu halten hat - nämlich gar nichts. Zitat:

‘Antisemitismus gibt es auch im Jahr 2008, auch in Köln’, rief Bürgermeisterin Scho-Antwerpes gestern auf dem Israeltag in Köln aus. Und nannte als einziges ihr bekanntes Beispiel Pro Köln. Zwar gibt es für diese Behauptung keinen einzigen Beleg in den Veröffentlichungen der rechtspopulistischen Partei, […]

Ob es in den Publikationen von Pro Köln tatsächlich keine antisemitischen Parolen gibt, weiß ich nicht. Von Belang ist das aber so oder nicht. Wenn Rechtsextremisten mit guten Verbindungen zur Neonazi-Elite bekennende Antisemiten verteidigen, dann ist das sicherlich nicht nur für mich Beweis genug, was in den Köpfen dieser feinen Herren wirklich vorgeht.

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Mai 09

Wofür das Patriotische Forum Süddeutschland (PFS) steht (siehe auch hier und hier:

Das PFS sieht sich nicht als prinzipiell antisemitisch. […] Antisemit ist nicht, wer Kritik an jüdischen Institutionen übt, sondern wer pauschalisierend von jüdischer Weltverschwörung und jüdischer Hochfinanz redet. Dass beispielsweise der Zentralrat der Juden zu allen innerdeutschen Themen seinen Senf dazugibt und bei Nichterfüllung seiner Forderungen sofort die Nazi-Keule auspackt, ist einzig und allein den Deutschen selbst vorzuwerfen, da diese sich aus Angst vor der besagten Nazi-Keule und dem verinnerlichten Gedanken der immerwährenden deutschen Kollektivschuld nicht trauen, Kritik zu üben, ohne dass diese als Antisemitismus niedergeknüppelt werden würde.

Was wir daraus jetzt lernen? Erstens: Das PFS ist nach eigener Darstellung nur ein bisschen antisemitisch (was allerdings in krassem Gegensatz zur Realität steht). Zweitens: Juden sind keine Deutschen, schon gar nicht die Mitglieder des Zentralrats der Juden in Deutschland. Und drittens: Die pseudomäßigen Israelfreunde (PI) haben selbstverständlich keinerlei Probleme damit, den Link zu diesem Antisemiten-Blog zuzulassen, der bei jedem PFS-Kommentar nach wie vor anklickbar ist.

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Vielen Dank an Niclas für den sachdienlichen Hinweis.

Mai 09

Ein Screenshot …

… noch einer …


(farbliche Hervorhebungen von mir, PK)

… und noch einer …

… sowie zwei Links:

Infos zur Deutschen Burschenschaft
Infos zur Burschenschaftlichen Gemeinschaft

Keine Fragen mehr, oder?

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Mai 09

Wenn ich nicht so ein sonniges Gemüt hätte, würde ich diesen Beitrag der pathologischen Impotenz (PI) und den zugrunde liegenden Bild-Artikel wahrscheinlich als hochgradig sexistisch bezeichnen. Aber weil ich wie gesagt so ein heiteres Kerlchen bin, belasse ich es dabei, in diesem Zusammenhang nur darauf zu tippen, dass sich neun von zehn PI-Hengsten noch während der Bloglektüre spontan mit ihrer rechten Hand verabredet haben.

Da könnte man fast schon wieder Mitleid bekommen. Aber nur fast.

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Mai 09

Stefan Niggemeier in der Zeit über den Bodensatz von Klein-Bloggersdorf:

Dass Gegenöffentlichkeit eine gesittete, disziplinierte, höfliche Veranstaltung werden würde, war nie anzunehmen. Die Frage ist nur, ab wann die Art der Auseinandersetzung so entgleitet, dass man nicht mehr von einer Gegenöffentlichkeit sprechen mag, sondern von Mob sprechen muss.

Eines der drastischsten Beispiele dafür ist die islamfeindliche Seite ‘Politically Incorrect’ (PI), die es geschafft hat, mit einer üblen Mischung aus Ressentiments, Unwahrheiten und tatsächlich besorgniserregenden Nachrichten über im Namen des Islams begangene Untaten zu einem der größten deutschen Blogs zu werden. Beunruhigend ist die Wirkung von PI in zweierlei Richtungen: Die Halbwahrheiten verbreiten sich von hier in vermeintlich seriöse Medien. Und andererseits eskaliert die Diskussion in den Kommentaren von PI in atemberaubender Weise. Angespornt von den mit Schimpfwörtern durchsetzten Meldungen, entwickelt sich unter den Autoren ein Wettbewerb um die drastischste Meinungsäußerung, der gelegentlich in Mordfantasien mündet.

Seit einiger Zeit werden die meisten Artikel von PI anonym verfasst, ein Impressum gibt es nicht, die Seite ist ins ferne Ausland gerückt, wo sie für keine Lüge und keine Persönlichkeitsrechtsverletzung belangt werden kann. Dank der hyperaktiven und in alle Richtungen ausschwärmenden Kommentatoren von PI scheint an vielen Orten im Internet eine sachliche Diskussion über Themen wie den Islam, Ausländerfeindlichkeit oder Ausländerkriminalität kaum noch möglich.

Natürlich gibt es solche Orte noch. Man muss nur darauf achten, die rechten Schwätzer beizeiten auszusortieren. Und das ist sogar recht einfach. Man muss es nur wollen.

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Mai 09

Schlamm
Der Bodensatz von Klein-Bloggersdorf

Politisch inkorrekte Dates
Was einen PI-ler so richtig heiß macht!

Ehre – Freiheit – Vaterland
PI goes Burschenschaf(t)

Nicht prinzipiell antisemitisch
Aber ein bisschen schon!

Das alles und noch viel mehr am Freitag bei POLITISCH KORREKT.

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